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Internationaler Hörakustiker-Kongress: Digitalisierung im Mittelpunkt

Es ist weltweit eine der größten Veranstaltungen ihrer Art: Zum 63. Internationale Hörakustiker-Kongress der Europäischen Union der Hörakustiker e.V. vom 17. bis 19. Oktober werden Branchenvertreter aus der ganzen Welt auf dem Messegelände in Hannover erwartet. Unter dem Leitthema „Digitalisierung“ zeigen Aussteller und Referenten, wie digitale Technologien sowohl Hörakustiker wie Kunden unterstützen können und was die Branche in Zukunft erwartet.

Dafür haben die Veranstalter ein Programm mit mehr als 20 Vorträgen, sieben Tutorials und einem Roundtable zusammengestellt, an dem ein prominent besetztes Panel das Thema „Digitale Revolution: Chancen und Risiken“ diskutiert. Weitere Inhalte aus den Bereichen Audiologie, Wissenschaft, Industrie und Hörakustik zeigen internationale Entwicklungen und aktuelle Diskussionen auf.

Das Programm beginnt nach der feierlichen Kongresseröffnung am Mittwoch mit den Themen Höranstrengung, Kognition und Hören sowie dem Freiburger Einsilbertest. Den Donnerstag haben die Veranstalter ganz dem Thema „Digitalisierung“ gewidmet. Dabei werden Facetten wie Teleaudiologie, Machine Learning und der Otoscan sowie Konnektivität und Datenverarbeitung genauer beleuchtet. Am Freitag steht unter anderem die Tinnitusforschung im Mittelpunkt, dazu kommen Themen wie Hörsystemevaluierung, Knochenleitungssysteme und Abformtechniken. Zu den Referenten gehören national und international anerkannte Mediziner, Wissenschaftler, Audiologen und Hörakustiker.

Die gleichzeitig stattfindende Fachausstellung bietet allen Fachbesuchern die Möglichkeit, sich auch unabhängig vom Kongress bei Herstellern und Anbietern der Hörakustik-Branche über die Neuheiten zu informieren und das Leitthema „Digitalisierung“ weiter zu vertiefen.

Wenn das Hörgerät mit dem Smartphone spricht

Smartphone und Hörgerät sind zusammen ein besonders starkes Team. Vorausgesetzt, die direkte Verbindung läuft stabil und ist einfach herzustellen. Dafür braucht es Standard-Schnittstellen, die es jetzt auch für Smartphones mit Android-Betriebssystem gibt.

Angefangen hat es mit dem Hörgerät „made for iPhone“ des Hörgeräteherstellers GN Hearing, in Deutschland bekannt durch Hörgeräte der Marke ReSound. Weil das Betriebssystem iOS der Apple-Mobiltelefone über eine besondere Standardschnittstelle für Hörgerät verfügt, war die direkte und stabile Anbindung an die Hörsysteme möglich. Die Nutzer von entsprechenden Hörgeräten konnten damit erstmals direkt und ohne weiteres Zubehör mit dem Handy das Hörsystem steuern, Musik hören oder Telefonanrufe entgegen nehmen. Im letzten Jahr zeigte eine Partnerschaft des Unternehmens mit dem Hausgerätekonzern Miele, dass sich sogar vernetzte Hausgeräte wie ein Wäschetrockner direkt auf das Hörgerät schalten lassen, um zum Beispiel das Ende eines Trockenvorgangs durchzugeben.

Google-Partnerschaft für Hörgeräte-Streaming

Für Mobiltelefone mit dem Betriebssystem Android von Google gab es solch eine Standardschnittstelle bislang nicht. Das ändert sich jetzt. “Laut Weltgesundheitsorganisation leben ca. 466 Millionen Menschen weltweit mit einem Hörverlust. Diese Zahl wird bis 2050 wahrscheinlich auf 900 Millionen Menschen ansteigen. Google arbeitet zusammen mit GN Hearing an einem neuen offenen Standard für Hörgeräte-Streaming, der in zukünftigen Versionen von Android-Geräten integriert sein wird“, erklärte Seang Chau, Vice President of Engineering bei Google, anlässlich der Bekanntgabe der neuen Partnerschaft. Wer ein Smartphone mit Android-Betriebssystem besitzt und die entsprechenden Hörgeräte, wird beide Geräte direkt verbinden können, ohne auf ein zusätzliches Gerät zur Übertragung angewiesen zu sein. Für Anders Hedegaard, CEO von GN Hearing, steht ebenfalls der Nutzen im Vordergrund. Man fühle sich geehrt, Googles Partner zu sein bei dieser wichtigen Entwicklung, die direktes Streaming für noch mehr Hörgeräte-Träger mit Android-Geräten ermöglichen werde. GN Hearing ist demnach der erste Hörgeräte-Hersteller, der den neuen Standard
anwenden wird. In Zukunft sollen aber auch andere Hörgeräte-Hersteller den Standard nutzen können, um eigene Android-Anbindungen für ihre Geräte zu entwickeln.


Es lohne sich auf jeden Fall, seinen Hörakustiker nach Hörsystemen zu fragen, die sich direkt mit dem Smartphone verbinden lassen, sagen die Experten vom Qualitätsverband Pro Akustik. Der Hörakustiker kann demonstrieren, wie die Anbindung funktioniert, welche Vorteile sich daraus ergeben und erklärt auch, für wen sich das besonders lohnt. Auf dem Internationalen Hörakustiker-Kongress im Oktober in Hannover werden außerdem entsprechende neue Hörgeräte und Funktionen vorgestellt.

Hörverlust stresst das soziale Umfeld

Ein Hörverlust stresst nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch ihr soziales Umfeld. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie an der Universität Nottingham in Großbritannien. Vorbeugen könnte eine frühe Versorgung und die Einbeziehung der Angehörigen in die Anpassung.

Diese Situationen kennen viele Menschen. Der Fernseher ist so laut, dass alle nur die Augen verdrehen und aus der Nachbarwohnung Beschwerden kommen. Der Partner hat keine Lust auf den Abend mit Freunden, weil er in der lauten Runde sowieso nichts versteht. Am Telefon ist der Gesprächspartner äußerst einsilbig und muss häufig nachfragen oder geht gar nicht erst ran, weil ihm oder ihr das Verstehen schwer fällt. In einer Beziehung entwickeln normalhörende Partner Schuldgefühle, weil sie gut hören und die Schwierigkeiten des schwerhörigen Partners nicht verstehen. Was das Bauchgefühl verrät, hat die Studie aus Nottingham jetzt nachgewiesen.

Für ihre Arbeit haben die Forscher 70 einzelne Studien untersucht und sich genau damit beschäftigt, was die emotionalen Folgen eines Hörverlusts ausmachen und wie das soziale Umfeld davon betroffen ist. Demnach sei ein Hörverlust als eine chronische Erkrankung anzusehen, die die ganze Familie betreffe.

Vor diesem Hintergrund wird deutlich, warum eine frühzeitige Versorgung eines Hörverlust mit Hörgeräten nicht nur den Betroffenen selbst, sondern auch dem sozialen Umfeld zugute kommt. Ein unversorgter, langfristiger Hörverlust führt zu einer Hörentwöhnung, die auch mit Hörgeräten erst langsam wieder abgebaut werden kann. Das kann, wie die Studie zeigt, bei allen Beteiligten zu großem Stress führen. Wird die Hörminderung früh versorgt, können die Hörgeräte die Hörminderung schneller ausgleichen und so zu einem entspannten Familien- und Privatleben beitragen.


Was tun?

Allgemein empfehlen die Experten regelmäßige Hörtests. Das gilt für Menschen aller Altersklassen. „Ein professioneller Hörtest bei unseren Mitgliedern geht schnell und kostet nichts“, lädt der Qualitätsverband Pro Akustik ein. „Veränderungen des Hörvermögens lassen sich damit genau und rechtzeitig erkennen, um bei Bedarf darauf zu reagieren.“

Gutes Hören ist Grundvoraussetzung für den Lernerfolg

Ihr Pro Akustiker rät zu regelmäßigen Hörtests auch für Schulkinder und Jugendliche

Zum Beginn eines neuen Schuljahres rücken die zurückliegenden Lernleistungen des Nachwuchses in vielen Familien in den Mittelpunkt des Interesses. Nicht immer wurden die Erwartungen erfüllt. Mit elterlicher Unterstützung bei den Hausaufgaben oder mit Nachhilfeunterricht wird dann versucht gegenzusteuern, damit die Schüler im Unterricht nicht den Anschluss verlieren. Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass es Kindern schwerfällt, sich am Unterricht zu beteiligen und in der Schule mitzuhalten. Dafür kann es unterschiedliche Gründe geben. Neben emotionalen und verhaltensbezogenen Entwicklungsstörungen, bleibt eine mögliche Ursache jedoch häufig unerkannt: Die Hörleistung des betreffenden Kindes kann gemindert sein. Aufgrund einer möglichen Hörschwäche hat es dann enorme Probleme, dem Unterricht zu folgen. Die Lernleistungen leiden umso mehr, je länger dieser Zustand andauert und nichts unternommen wird.

Bereits im vorschulischen Alter ist gutes Hören Grundvoraussetzung für eine ungehinderte Lernentwicklung. Die Herausbildung der sprachlichen und kognitiven Fähigkeiten ist von Geburt an eng mit dem gut funktionierenden Hörsinn verbunden. Hört ein Kind nicht gut, bleibt es auf vielen Entwicklungsfeldern hinter den Gleichaltrigen zurück. In der Schule wirken sich diese Defizite nachteilig aus, wenn es darum geht, die Lehrer gut zu hören und zu verstehen. Hinzu kommt eine häufig ungünstige Raumakustik in vielen Klassenräumen, die Konzentration und Verständigung von Lehrern und Schülern zu einer permanenten Herausforderung machen kann.

Ebenso wichtig ist es außerdem, dass sich Kinder im Unterricht an Lernspielen, Fragerunden, Gruppenarbeiten und Diskussionen beteiligen und mit eigenen Beiträgen zu Wort melden. Aber gerade in diesen komplexen, vielstimmigen Hörsituationen haben es junge Menschen mit unerkannter Hörschwäche besonders schwer, am Geschehen teilzunehmen, da sie das Gesagte häufig nur lückenhaft erfassen und verarbeiten können. Aufgrund der fehlenden Hörinformationen schweifen die Gedanken ab und die Konzentration leidet. Nicht selten werden mangelnde Aufmerksamkeit und fehlende Beteiligung am Unterricht mit schlechter Leistung gleichgesetzt. Häufig ziehen sich die betroffenen Kinder dann zurück und werden im Klassenverbund unter Umständen zunehmend isoliert. Entsprechende Zeugnisbeurteilungen sind die Folge.

Vermeiden lassen sich diese Fehlentwicklungen durch rechtzeitige und regelmäßige Hörtests. Während bei den Klein- und Vorschulkindern durch die Regeluntersuchungen (Neugeborenenhörscreening, Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt, schulärztliche Untersuchung) der Hörstatus regelmäßig kontrolliert wird, gerät bei Schulkindern und Jugendlichen die routinemäßige Überprüfung der persönlichen Hörleistung schnell aus dem gesundheitlichen Blickfeld, was später auch für viele Erwachsene zutrifft. Das Gehör kann in jedem Alter durch Infektionskrankheiten, übermäßige Schalleinwirkung oder andere Einflüsse geschädigt werden. Gerade die anfangs leichten Beeinträchtigungen bleiben meistens unbemerkt, da sie zunächst kompensiert und durch Gewöhnungseffekte verdeckt werden. Dennoch wirken sie sich zunehmend negativ auf das Konzentrations- und Auffassungsvermögen aus.

Regelmäßige Überprüfungen des Gehörs, die von Hörakustikern kostenlos durchgeführt werden, sollten grundsätzlich zur persönlichen gesundheitlichen Vorsorge zählen, um negative Auswirkungen auf die Lernleistungen von vornherein auszuschließen. Wird eine Hörminderung festgestellt, lässt sich diese durch die Anpassung auch spezieller kindgerechter Hörsysteme ausgleichen. Hörgeräte verbessern insbesondere das Sprachverstehen, so dass Lern- und Entwicklungshemmnisse in diesem Zusammenhang erst gar nicht auftreten.

Quelle: Fördergemeinschaft Gutes Hören GmbH

Weihnachtseinkauf: Bei Kinderspielzeug auf Lautstärke achten

Gerade bei Kinderspielzeug ist Sicherheit besonders gefragt. Damit nicht schon unter dem Weihnachtsbaum die ersten Hörschäden entstehen, hier ein paar gute Tipps für den Weihnachtseinkauf.

Gerade erst hat die Stiftung Warentest wieder Alarm geschlagen. In einer Pressemitteilung von Anfang Dezember warnt sie, jedes vierte Produkt für Kinder sei mangelhaft. Über ein Viertel der untersuchten Produkte wiesen demnach schwerwiegende Sicherheitsmängel auf. Bemängelt werden Unfallgefahren, Schadstoffbelastung und mangelhafte Datensicherheit.

Beim Einkauf von Weihnachtsgeschenken helfen diese Tipps weiter:

Achten Sie auf Gütesiegel

Offizielle Gütesiegel sind zum Beispiel das „GS“-Zeichen, „Der blaue Engel“ und „TÜV“. In der EU hergestelltes Spielzeug ist womöglich sicherer.

Achten Sie auf Schadstoffe

Gerade kleine Kinder nehmen Spielsachen gerne in den Mund oder lutschen daran. Es ist deshalb wichtig, dass Spielsachen farbecht sind oder nicht chemisch oder scharf riechen. Gut ist es, wenn man Kuscheltiere oder anderes Spielzeug aus Textil waschen kann. Waschen Sie die Sachen noch vor dem Verschenken!

Achten Sie auf die Lautstärke und Verletzungsgefahr

Selbst wenn Kinder besonders schlau oder reif für ihr Alter erscheinen, können sie zum Beispiel die Gefahr nicht erfassen, die von zu lautem Spielzeug ausgeht. Zu nah an das eigene Ohr oder das Ohr eines Spielpartners gehalten, können bei einem lauten Impulsgeräusch dauerhafte Hörschäden entstehen. Nicht nur die Spielzeugpistole ist zu laut, auch eine kleine Trommel oder Pfeife kann schnell eine hörschädigende Lautstärke erreichen.

Kaufen Sie altersgerechtes Spielzeug

Kinder sollten vom neuen Spielzeug weder unter- noch überfordert sein. Das gilt sowohl körperlich wie geistig. Beobachten Sie die Kleinen genau oder lassen Sie sich Tipps von den Eltern geben, dann gibt es am Weihnachtsabend eine freudige Überraschung und keine Tränen.

Übrigens: Wenn Sie in den Weihnachtsurlaub fliegen, achten Sie darauf, das Gehör der Kleinen zu schützen. Sie vertragen den Druckausgleich im Flieger oft nicht. Was hilft, verrät Ihnen Ihr Pro Akustiker.

HÖREN MACHT SCHÖN by Tanja Bülter

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